>>>> Die beschränkte Heilpraktikererlaubnis für den Bereich Psychotherapie sollte nach Ansicht der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) abgeschafft werden <<<<
Aber die Reform-Diskussion geht weiter
- Hier eine Abschnittsdarlegung aus dem Ärzteblatt vom 24.08.2017
Die vom DVP vorgeschlagene Alternative
zur richtlinienbezogenen Psychotherapie: Der DVP (Dachverband für Psychotherapie) hatte angeregt, staatlich geprüfte Fach-Heilpraktiker auch für den Bereich Psychotherapie einzuführen. Entsprechende Regelungen könnten in die anstehende Reform der Psychotherapieausbildung aufgenommen werden. Nach Vorstellungen des Verbandes würde es dann künftig „neben dem Ärztlichen und dem Psychologischen Psychotherapeuten einen vergleichbar qualifizierten Heilpraktischen Psychotherapeuten“ geben. „Diese heilpraktischen Psychotherapeuten kennen sich auch in weiteren Therapieformen aus und bieten dadurch eine Alternative zur richtlinienbezogenen Psychotherapie“, betonte der DVP-Vorsitzende Karl Niesen.
MEINE Vorstellungen dazu: Grundsätzlich teile ich den von der DVP vorgeschlagenen Ansatz!
Begründung > 1. Unter allen beruflich Tätigen - egal welcher Couleur - gibt es (bricht man es runter) verantwortungsbewusste Menschen und Scharlatane. Hier besonders auf die Gilde der Heilpraktiker negativ abzustellen, die quasi dem freien und ungebundenen Ausbildungsmarkt ausgeliefert ist, scheint nach hiesiger Auffassung eher befremdlich denn konstruktiv. Wie können sich anerkannte Psychotherapeuten über individuelle Lebensentscheidungen und nicht vorhandene Möglichkeiten erheben - sie aber gleichzeitig verhindern? 2. Faktisch stehen seit Jahren zu wenige Therapieplätze zur Verfügung, sodass der Vorschlag einem angemessenen Ansatz gleichkommt und zu würdigen ist. Es sind schlichtweg nicht genügend Therapeuten am Markt, die Nachfrage aber höher denn je. Macht eine Aufteilung hier nicht Sinn? 3. Die von den öffentlichen Krankenkassen anerkannten sogenannten Richtlinienpsychotherapieverfahren werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, nicht aber die ebf. wissenschaftlich fundierten Therapieverfahren, wie z. B. Gestalt - und Gesprächstherapie. 4. Vor diesem Hintergrund wäre vielleicht der Ansatz sinnvoll die freien, ebf. weit erprobten Verfahren, in die Hände der Heilpraktiker zu legen. Aus den weit über 3.000 Therapieverfahren kann es sinnvoll sein, eine begrenzte Verfahrensliste zu entwickeln, um diese Therapieformen dann in ein "mulitifokal" (vielseitiges brennpunktartiges Verfahren)
festgelegtes Ausbildungsverfahren einzubetten. Wobei natürlich das Grundlagenwissen eines Grundstudiums nicht ausser acht gelassen werden soll. Wenn wir bei dem Beispiel der Gestalttherapie bleiben, orientiert sich diese durchaus an dem Wissen Freud's und damit der Psychoanalyse als eine der grundlegenden Richtlinienverfahren. Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass altes Wissen mit neuem fusionieren kann und sich durch ergänzende Verfahren zu einer konstruktiven neuen Verfahrenstechnik zusammenschließen könnte. "Multifokal", als neue anerkannte fachübergreifende Disziplin für Heilpraktiker, die fundiert über 3 Jahre hinweg gelehrt werden kann, parallele Eigenerfahrungen integriert und Fortbildungs- verpflichtungen einschließt.
Abschließend > Ich selbst stand seinerzeit vor einem solchen Ausbildungsdilemma und hatte daraus genau so eine Ausbildungskreation in einem eigenen Institut umgesetzt. Da Anerkennung und Förderung eines solchen Projektes aber personell, monetär & fachlich sehr schwierig sind, musste ich mich nach Ablauf der Zertifizierung, für die Aufgabe entscheiden. Es wäre mein größter Wunsch und fast die Erfüllung meines Lebensziels, würde so eine Möglichkeit noch geschaffen! Ich würde sie nach Kräften unterstützen.
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Perspektiv-Wechsel (Praxis für Entfaltungsprozesse) Freiberufliches Team, EU & international